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21.6.2018 : 1:08 : +0200

Angst - ein politisches Instrument?

Mit Angst kann man alles - sogar eine ganze Nation lahm legen oder irreführen. Wie wir am Beispiel der USA wissen. Erst recht eine kleine Gemeinde in der Südsteiermark!

Angst – ein politisches Instrument? Wenn es auch oft anders behauptet wird: Angst ist grundsätzlich etwas Positives, unser Leben Bestimmendes und  Erhaltendes. Etwas, das uns im Verlaufe der Evolution zum Schutz vor Gefahren mitgegeben wurde. Und nicht, wie das selbsternannte Schweizer  Besteller-Autoren-Ehepaar Egli (Das Lola-Prinzip) irrig behaupten: „Angst sei das Gegenteil von Liebe und zu nichts gut !“(Zitat Ende) 
So positiv die uns vor Gefahren, vor Schmerzen und Leid, vor  Tod schützende Angst auch ist, wie alles in unserem Dasein gibt es auch eine negative Seite davon. Nämlich die irrationale Angst, die Phobie – wie zum Beispiel Flugangst, Angst vor Mäusen, Spinnen etc. Im Internet finden wir mehr als 20 A4-Seiten voll an verschiedenen Ängsten.

Erwiesenermaßen können wir Menschen vor allem Angst haben – wenn wir es zulassen und wenn uns das nur oft und eindrücklich genug eingeredet wird.

Und da wären wir auch schon bei der Angst als „politisches Instrument“. Wer bezweifelt, dass es diese gibt , der kann auf die erwähnte lange Liste der Ängste ruhig auch neue, politisch geschürte Ängste hinzufügen. Die Angst vor Biomasse-Heizanlagen  wie sie zum Beispiel in Leibnitz erfolgreich praktiziert und zum Nachteil der Gemeinde und Bevölkerung erfunden wurde. Oder die Angst, leere Regionalzüge könnten – neben ebenfalls leeren Autobussen? -  nicht mehr von Spielfeld/Straß, einem Nachkriegsbahnhof, der an Hässlichkeit jenem von Leibnitz kaum nachsteht, nach Radkersburg fahren Jene, die diese Angst schüren und in irrationale Verbindung mit den Bürgern vorher eingeredete „Bedenken“ bringen - oder mit dem Wirtschaftsstandort Leibnitz ?-  sind leider nicht die, die für die wirtschaftliche Führung der Strecke verantwortlich zeichnen. Nur für die Kritik an ihr, wenn sie vom Steuerzahler im  Rahmen des riesigen ÖBB-Defizits subventioniert werden muss.

"Wir ketten uns an die Geleise, wenn Spielfeld-Bad Radkersburg eingestellt wird..." lautet die (politische) Paraole, die ich eben in einer Zeitung lese...*
Meine Antwort:
"Na ja, dann kette ich mich an die Mariensäule am Hauptplatz, wenn Kindermann Bürgermeister wird...!"
"Oder noch besser , ich kette ihn an die Säule? Wäre vermutlich  sogar in seinem Interesse da überaus medienwirksam! Und vor allem:  nahe an der Bevölkerung! "Damit er weiss, was die Steirerinnen und Steirer bewegt "(Zitat und Copyright: LH-Vize  Hermann Schützenhöfer)"

Problem dabei leider, daß die lateinische Inschrift auf der Säule auf den "Beschützer der Ehre" hinweist - womit vermutlich nicht Kindermann sondern der heilige Nepomuk laut Überlieferung gemeint sein soll.
Was soll's, wer wird denn schon so kleinlich sein, bei all' den Visonen?

Der Bahnhof in Leibnitz , unwürdiger Schandfleck sondergleichen, nicht erst der letzten Jahre unter Bürgermeister Leitenberger, ... der sollte, wie man lesen konnte,  vielleicht noch viel länger grün(d)lich verplant und vielleicht dann doch nicht – oder später - gebaut werden.? Eher nicht, denn da gibt es erfreulicherweise Zustimmung vom politischen Kontrahenten. Vielleicht weil man bei einem 82,5 Millionen Euro  Projekt wie dem neuen Bahnhof  lukratives Geschäft für diverse Firmen in Aussicht hat – im Gegenteil zu einer Biomasse-Heizanlage ? 

Angst ist das größte Hemmnis jeder Kreativität. Aber welche Politiker möchte schon  kreative Wähler? Ich kenne da einige,  nicht nur einen, der das ganz sicher nicht will. Weil er selbst ja so „kreativ“ ist. Jeden Tag neue Ideen hat. Visionen, die sich leider meistens zu Illusionen verpuppen und – sterben noch ehe sie geboren werden.
 
Aber solange die Wähler sich vor politisch inszinierten,   irrationalen Gefahren fürchten, solange haben sie keine Zeit und Gelegenheit,  vor deren Initiatoren Angst zu haben und sich Gedanken über deren Motive zu machen. Oder zu entdecken, dass es  tatsächlich realistische Gefahren z.B. Klimawandel gibt. Und keine entsprechenden „visionären“ Maßnahmen seitens verantwortungsbewusster Politiker. Denn hier wäre Angst, große Angst, berechtigterweise angebracht! Oder, dass eben dieser oder  jener Politiker im eigenen Leben und bei seinen eigenen Baulichkeiten keineswegs visionär- umweltbewusst vorgeht. 

2 Gedanken gleichzeitig – positiv wie negativ – können wir Menschen nachweislich nicht denken.
Erst recht nicht, wenn sie von Angst besetzt sind. Und das ist wohl ausschlaggebender Ansatzpunkt , als „politisches Instrument“ verwendet zu werden!
George W. Bush war da ja ein weltweit unrühmliches „Vorbild“! 
VWZ

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