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22.4.2018 : 10:43 : +0200

Ein NICHT abgesandter Brief!

Eigentlich wollte ich diesen Brief ja nicht nur schreiben, sondern auch absenden...an einen Bürgermeister A.D.

 Sehr geehrter Herr Bürgermeister  A.D...."Ade" ?

Mein 6 jähriger Sohn hat  mich kürzlich gefragt, was A.D. eigentlich heißt und ob das so eine Art „Vorname“ sei. Mir fiel ad hoc  nur   „Anno Domini“  ,  „Ablaufdatum“ ,  „Antidepressivum“ und „Außendienst“ ein. Oder, für Lateiner : ad deum = bei Gott!

Aber bei Gott,  dass ein von Wählern abgewählter Bürgermeister „ A.D.“ sein könnte, das fiel mir nicht gleich ein.  Außer , A.D. bedeutet : „Abgewählter Dominator“.

In Erinnerung an meinen kürzlichen lebensrettenden Krankenhaus-Aufenthalt im LKH Wagna ,habe ich meinem Junior die Geschichte erzählt, wie ich mich von den Stationsschwestern in der chirurgischen Abteilung für ihre aufopfernde und vorbildliche Arbeit bedanken und verabschieden wollte – worauf diese meinten:

„Sagen Sie ja nicht Auf- Wiedersehen, Herr Ziegler. Sagen sie lieber „Ade“. Denn Wiedersehen wollen wir uns , da Sie jetzt ja wieder  gesund sind,  so schnell wohl hoffentlich nicht mehr.!“

Lieber Herr Bürgermeister A.D., verzeihen Sie mir also bitte meine kleinen Wortspielereien -  die  kamen  mir nur so in den Sinn.  Mit Abkürzungen hab‘ ich , wie man sieht ,  meine Probleme. Das mit „Ade“ war nicht meine Idee!  Nicht ganz.

Aber das kennen Sie ja, alte Ideen neu verpacken und präsentieren. A propos neue Verpackung: Die  Idee mit der schwarzen Verpackung des mir kürzlich bei Regen  auf das Gartentor gehängten Kaffee-Packerls finde ich als jahrelanger Webefachmann echt gut, wenn auch extrem kalt - durchnässt.   Hoffe,  der Kaffee ist nicht so  alt  wie Ihre  Werbe-Idee und die  SPÖ verschenkt nun nicht auch noch  CD’s von  Cliff Richard mit  „Rote Lippen soll man küssen“ Aber vielleicht doch besser als „kalter Kaffee“ am Gartentürl?
Jetzt schweife ich etwas ab, entschuldigen Sie. .  Eigentlich wollte ich Ihnen empfehlen, Ihre Interviews und Kommentare von Personen schreiben zu lassen, die sich der Worte wie „Schwerpunkte“, „pulsierendes Leibnitz“ und der Tatsache bewusst sind, dass  die Leibnitzer  Innenstadt   es Ihnen verdankt, dass es ein „neues Zentrum Wasserwerkstraße“ gibt. Und die sich auch bewusst sind, dass die altbekannte Idee einer Überdachung des Hauptplatzes wohl nicht reicht, um vor leeren Geschäften „flanieren zu gehen“. Vielleicht  in die ebenfalls leere Schmiedgasse und einer dortigen (noch leereren) Parkgarage, die diese, die Schmiedgasse meine ich ,  angeblich  ganz wesentlich hätte beleben sollen. Was nur leider niemand weiß!  Außer Sie natürlich.

Lieber Herr Bürgermeister A.D.(Ade) , Wenn ich mich richtig erinnere, haben Sie Ihr ehemaliges Amt mit einer finanziellen Belastung , sprich: Schulden - von mehr als 10 Millionen Euro Ihrem Nachfolger übergeben. (wollen Sie dort "erfolgreich" fortsetzen - Ihre Worte ! - wo Sie aufgehört haben? Denn immerhin zahle ich heute noch an den Schulden, die Sie "damals" gemacht haben...oder?)

Vielleicht hat Frau Parteichefin A.D. (Ade) und Vizebürgermeisterin das gemeint, als Sie – als wirklich  schätzenswerte professionelle Politikerin und  unter ihrem Wert ge - und behandelte  „Platzhalterin“ - von „maroder Stadtkassa“ sprach und dabei übersehen hat, dass  sie gleichzeitig   verkündete:
„Keine Sorge, ohne ÖVP geht und geschieht NICHTS!“

Denn somit  ist, mit anderen Worten, all‘ das, was ihrer Meinung nach in Leibnitz NICHT geschehen ist, durch die ÖVP „nicht“ geschehen? Oder?

Abschließend erlauben Sie bitte ein Wort in eigener Sache: Ich bin der Autor des bei Carl Überreuter erschienen  Buches „Mit NICHTS zum Erfolg- Schöpfen Sie aus der Kraft des bewussten Innehaltens“ ...und möchte dieses natürlich gerne als  (Pflicht) Lektüre weiterempfehlen. Vielleicht interessiert es Sie ...oder einen Ihrer Parteikollegen. Echt lesenswert, glauben Sie mir. Es behandelt u.a. „Die Kunst des richtigen Aufhörens“, wobei man unter „aufhören“  auch „auf jemanden hören“ verstehen kann.
Das ist wahrlich eine Kunst:  Man(n)  nehme sich Hermann Maier zum Vorbild! Nicht beim Skifahren, beim „Aufhören können“!

Und was den Grund, warum ich diesen Brief an Sie nicht  abgeschickt habe , betrifft:
Ich wollt ihn ursprünglich als „offenen Brief“ verfassen. An alle Leibnitzerinnen und Leibnitzer. Habe mich dann aber nicht getraut, da ich darauf hinweisen hätte müssen, das der Song „Black is Black“ nicht unbedingt politisch „Black is back“ bedeuten muss. Schon gar nicht in Österreich, wo man lieber einen „großen Braunen“ statt eines „kleinen Schwarzen“ trinkt. Und dieser Vergleich erschien mir dann doch für „überparteiliche  Gedanken“ etwas unqualifiziert und eventuell politisch zu „eingefärbt“.

Meinen Sie nicht auch?
 

In diesem Sinne Ihr

Viktor W. Ziegler

Schriftsteller und Verkaufsdirektor/Werbefachmann A.D. (nicht abgewählt,  sondern tatsächlich  in Pension gegangen)