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21.1.2018 : 3:50 : +0100

Glückliche Leibnitzerinnen und Leibnitzer?

"Glücklich ist, wer vergisst..." und "Die Kunst des Verdrängens".

Eine Buchbesprechung.

Die Kunst des Verdrängens – „Glücklich ist, wer vergißt...“Um zu vermeiden, dass ich immer nur meine Bücher in den Vordergrund stelle...zur Abwechslung einmal die Besprechung eines Buches, das nicht von mir stammt. Aber in aller Bescheidenheit: von mir stammen könnte!*Es stammt  von einem Steirer, Louis Schützenhöfer, dessen gleichfalls bei Ueberreuter erschienene Buch „“In aller Liebe – Wie Mütter ihre Kinder unglücklich machen“ ich als  „unbedingt zu lesen“ in meiner Bibliothek habe.

Auf dem Cover von „Die Kunst des Verdrängens“ steht , dass es sich  um einen „humorvollen Ratgeber“ handelt. Ich habe den Humor zwar nicht gefunden, dafür aber soviel an Lebensweisheit,  dass ich nur empfehlen kann:  lesen Sie  selbst
„Die Kunst des Verdrängens“ sollte man  in seinem Bücherregal – gelesen – haben. Generell, nicht nur  wenn es um  bevorstehenden Wahlen wie z.B. in Leibnitz geht. Man kann viel daraus lernen.
Vor allem als Politiker. Und vor allem, wenn man vielleicht  so große Polit - Persönlichkeiten wie Conrad Adenauer zum Vorbild hat. Das muss ja nicht gerade ein Molterer-Verdränger mit „Jetzt reicht’s“ sein.
Adenauer drückte es noch deutlicher aus. „Was gebe ich auf mein Geschwätz von gestern!“

Das „Geschwätz von gestern“, nicht nur von namhaften Politikern, das kennen wir doch alle  nur zu gut. Vor allem von jenen, die dort fortfahren wollen, wo sie einmal aufgehört wurden“, nicht "haben".

 
Aber ,  liebe Lokal-Berlusconis, denkt daran, dass das , was ihr verdrängt, nicht sehen, hören, glauben, wissen , bewusst erleben , versprechen aber nicht einhalten,  wollt...es existiert trotzdem. Wie zum Beispiel Werte wie Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft, Loyalität, Familienbewusstsein., Ehre...etc. Und Versprechen – es muss ja nicht gerade nur das Eheversprechen sein.
Und bitte vergesst nicht, das es ein altes Sprichwort gibt: „Was nicht ganz weg ist, das kommt immer wieder!“
Gut wie Böse!

Apropos „kommt immer wieder“ : Nicht nur Was- auch Wer nicht ganz weg ist (Bürgermeister A.D. – Ade ) der kommt anscheinend auch immer wieder. Das ist aber nicht immer lustig. Schon gar nicht, wenn es um den Ruf einer liebenswerten Stadt wie Leibnitz geht.

Meine Saudi arabischen, ägyptischen oder griechischen Reisebürofreunde und Journalisten haben Leibnitz natürlich gekannt. Als Heimat von Thomas Muster, dass Leibnitz nahe bei Gralla, dem Wohnort des „Bombenlegers“ liegt...und dass da ein Bürgermeister im Amt war, der...na ja, Sie wissen schon, der da, wie hat er doch geheißen, der da...nicht nur abgewählt wurde er, der da...Sie wissen schon ...warum ?“

Nun , Saudis wie auch Ägypter und Griechen, sie wussten warum. Kannten sie doch das entsprechende System nur zu gut aus eigener Praxis. Aber in Österreich , da auch?

Ich muss gestehen, das habe ich in der Zeit meines fast 30jährigen Auslandsaufenthaltes echt verdrängt. In eine Schublade gelegt. Abgelegt. Wollte mich einfach damit nicht belasten. Und will das auch heute nicht. Aber erinnern, dass will ich mich und empfehle das allen Leibnitzerinnen und Leibnitzern:
Erinnert Euch und denkt an den weisen Spruch von Jean Paul:„Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können!“ 

Aber wir können „jemanden“ daraus vertreiben, verdrängen!  Unter anderem mit  der „Kunst des Verdrängens!“ Indem wir NICHT vergessen!

„Die Kunst des Verdrängens – Glücklich ist, wer vergisst“, Louis Schützenhöfer, Verlag Carl Ueberreuter, , 144 Seiten, ISBN 978-3-8000-7430-3- ,  Euro 17,95
 

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*  Nachzulesen in „Mit NICHTS zum Erfolg", siehe  www.vicart.at