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21.6.2018 : 1:05 : +0200

Eröffnung der Vernissage

im AIS SeneCura Pflegezentrum in Graz

Graz, 14.Juni 2007

Man macht in seinem Leben immer alles einmal zum ersten Mal... und so war es auch mit der Vernissage und Lesung unter dem Titel "Lebenswinde" im AIS SeneCura Pflegzentrum in Graz, Peter Roseggerstrasse. Das "zum ersten Mal" bezog sich in diesem Fall auf das Publikum: ausschließlich ältere Menschen, bis weit über 90... ein dankbares Publikum, dem ich  beglückende Erlebnisse in den wenigen Stunden verdanke.
Schon bei der Montage der Bilder in den langen Gängen des Pflegezentrums wurde ich mit wachsamen, kritischen Augen beobachtet. Und mit Kommentaren bedacht.
"Sind Sie der Künstler... Ja? "
"Der bin ich!"
"Ihre Bilder sind wirklich schön... danke dafür. Ich habe leider kein Geld, um sie zu kaufen, aber ich würde es..."

Zum Kaufen waren die Bilder ja auch nicht in erster Linie gedacht. Zum Ansehen und sich daran Erfreuen. Und das dürfte gelungen sein, wie von der Pflegeheim-Leitung bestätigt wurde. Und eine Pflegerin erzählte:
"Das hab ich noch nie erlebt. Frau... ist seit Monaten nicht mehr aus ihrem Zimmer gekommen. Ich habe zufällig die Tür offen gelassen und sie hat am Gang  einige Bilder von Viktor Ziegler gesehen... da hat sie ihren Rollstuhl genommen und ist von einem zum anderen Bild und hat gemeint, daß sie sich diese noch öfter ansehen müsse, so gut gefielen sie ihr. Wenn das keine "Bilder-Therapie" ist, was dann?"

Die Eröffnungsfeier im Innenhof des Pflegezentrums war eine typisch griechische Veranstaltung... und so waren auch die Texte der Lesung gewählt. Von "Peter Putzel und seinen wundersamen Erlebnissen", den Wanderungen am Berg Athos mit den "Unsichtbaren Wegbegleitern"... und Gedichten aus Griechenland, aber auch aus Saudi Arabien. Und alles ergänzt und untermalt von griechischen Klängen einer Bouzouki... die alle Anwesenden zum unterhaltsamen Praktizieren eines Sirtakis einlud. Der Musiker, wenngleich Steirer, Roberto Pierer, beherrschte sein Instrument perfekter als mancher Grieche... ein Erlebnis erneut.
Und meine Schlußworte aus dem Buch des "Peter Putzel":
Ich weiß, ich werde einmal sehr berühmt sein,
Wenn ich nicht mehr lebe,
Aber Berühmtheit ist ohnehin nicht
Was ich erstrebe.
Viel lieber wäre mir es bliebe
Meine Liebe.

Ich weiß, sie ist geblieben, meine Liebe. Auch in Form meiner Bilder.

VZ